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Albinismus
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Albinismus (von lateinisch albus âweiĂâcite-ref-klubold-1-0[1]) ist eine Sammelbezeichnung fĂŒr angeborene Störungen in der Biosynthese der Melanine (das sind Pigmente, also Farbstoffe), die sich auf die daraus resultierende hellere Haut-, Haar- bzw. Fellfarbe und Augenfarbe, aber auch auf andere Merkmale auswirken (PolyphĂ€nie). Betroffene Tiere nennt man Albinos, betroffene Menschen ziehen meist die neutralere Bezeichnung âMenschen mit Albinismusâ vor. Menschen mit Albinismus bekommen leichter Sonnenbrand und deshalb auch leichter Hautkrebs. AuĂerdem sind bei vollstĂ€ndigem Albinismus SehschĂ€rfe und rĂ€umliches Sehen eingeschrĂ€nkt. Vereinzelt findet sich auch die Bezeichnung Noach-Syndrom.cite-ref-2[2]
Albinismus folgt grundsĂ€tzlich einem rezessiven Erbgang und kommt beim Menschen weltweit mit einer durchschnittlichen HĂ€ufigkeit (PrĂ€valenz) von 1:20.000 vor. HĂ€ufungen finden sich vor allem in Afrika mit einer PrĂ€valenz von 1:10.000 und höher. Die helle Hautfarbe der Asiaten und EuropĂ€er ist auf Albinismus vom Typ OCA 4 zurĂŒckzufĂŒhren, die blonden Haare und blauen Augen der EuropĂ€er auf OCA 2 und ein weiteres Gen.
Bei SĂ€ugetieren einschlieĂlich des Menschen tritt der Albinismus mit aufgehellter Augen-, Haut- und Haar- bzw. Fellfarbe aus denselben GrĂŒnden auf, da bei ihnen die Farbstoffsynthese sehr Ă€hnlich ist. Bei anderen Tiergruppen gibt es neben den Melaninen noch andere Farbstoffe und die Verwendung des Begriffes Albinismus ist dort uneinheitlich. Bei Vögeln entstehen blaue und grĂŒne Farben sowie schillernde Farbspiele durch Federstrukturen in Verbindung mit Melanin. Gelbe, orange und rote Farben gehen meist auf Carotinoide und Pteridine zurĂŒck. Bei Reptilien, Amphibien und Fischen entstehen grĂŒne und blaue Farben, ein silbriger Schimmer oder metallischer Glanz durch Purine, die Licht reflektieren. All diese Farbstoffe können durch Mutationen ausfallen.
Contents
âą Behandlung
âą Gesellschaft
âą Amelanismus
âą Axanthismus
âą Beispiele
âą Selektion
âą Literatur
âą Weblinks
âą Siehe auch
âą Einzelnachweise
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Albinismus beim Menschen
Erscheinungsbild und Symptome
Selbst Menschen, deren Körper ĂŒberhaupt kein Melanin produzieren kann, die also vollstĂ€ndig albinotisch sind, fallen in Mittel- und Nordeuropa nicht extrem auf, da hier durch teilweisen Albinismus aufgehellte Haut, Haare und Augen als Anpassung an die geringere Sonneneinstrahlung der Normalfall sind. VollstĂ€ndiger Albinismus fĂŒhrt beim Menschen zu rosa Haut, weiĂblonden Haaren und rosa-blauen Augen. Menschen mit schwĂ€cher ausgeprĂ€gtem Albinismus sind an ihrem ĂuĂeren nicht immer eindeutig als solche zu erkennen. Sie sehen zwar heller aus als Familienmitglieder ohne Albinismus, doch meist ist noch eine Restfunktion der Melaninproduktion erhalten, sodass es auch DunkelhĂ€utige mit Albinismus gibt, die deutlich braune Haut und hellbraune Augen haben.
WĂ€hrend die meisten Menschen mit Albinismus eine hellere Augen- und Haarfarbe haben als ihre nicht albinotischen Blutsverwandten (okulokutaner Albinismus, OCA),cite-ref-4[4] gibt es auch FĂ€lle von Albinismus, bei denen sich die Symptomatik allein auf die AugenschĂ€den beschrĂ€nkt, wĂ€hrend sie Ă€uĂerlich normal aussehen (okulĂ€rer Albinismus, OA).
Hautfarbe
Menschen mit Albinismus haben aufgehellte Haut. Sie bekommen leichter Sonnenbrand und haben dadurch ein höheres Hautkrebsrisiko. Die Hautfarbe der WeiĂen wird als Anpassung an die geringere Sonneneinstrahlung auĂerhalb der Tropen unter anderem durch Mutationen der Albinismusgene aufgehellt, jedoch nicht in dem MaĂe, dass dadurch erkennbare AugenschĂ€den entstehen.cite-ref-onim-oca2-5-0[5]cite-ref-duffy-6-0[6]cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]
Das Sehen betreffende Symptome
Beim rein okulÀren Albinismus und bei allen Formen des vollstÀndigen oder fast vollstÀndigen okulokutanen Albinismus liegt ein ausgeprÀgter Symptomkomplex an den Augen vor. Die Farbwahrnehmung ist jedoch normal, da Albinismus keinen Einfluss auf die Bildung des Rhodopsins hat.
Aufhellung der Augenfarbe
Die menschlichen Augenfarben der Iris können unterschiedlich sein von Dunkelbraun ĂŒber Hellbraun und GrĂŒn bis zu Grau und Blau oder falls die Iris pigmentlos ist, rot erscheinen, da die blutroten GefĂ€Ăe durchscheinen.
Albinismus bewirkt eine hellere Augenfarbe. VollstĂ€ndiger Albinismus fĂŒhrt unabhĂ€ngig davon, welche Augenfarbe der Betreffende ohne seinen Albinismus hĂ€tte, zu hellblauen, fast rosa Augen wie oben im Bild zu sehen, was beim Menschen aber sehr selten vorkommt. Wenn sehr wenig Melanin produziert wird, sind die Augen blau. Liegt schwĂ€cher ausgeprĂ€gter Albinismus vor, bei dem der Körper noch merkliche Mengen an Melanin erzeugen kann, sind die Augen entsprechend weniger hell gefĂ€rbt.
Lichtempfindlichkeit
Wenn der Körper kaum oder nahezu kein Melanin produzieren kann und es deshalb im Auge nicht oder in nur sehr geringem MaĂe vorhanden ist, wird die Iris in gewissem Umfang transparent und mit entsprechendem Licht durchleuchtbar. Bei geringer ausgeprĂ€gten FĂ€llen finden sich die Pigmentdefekte dann eher im Bereich der Iriswurzel. Diese Transparenz zeigt sich auch beim Hineinleuchten in das Auge durch rote Lichtreflexe. Typisch fĂŒr Menschen mit hochgradigem Albinismus ist deshalb eine ausgeprĂ€gte Blendungsempfindlichkeit (Photophobie), weshalb sie im Freien meist eine Sonnenbrille tragen.
Störungen des rÀumlichen Sehens
Melanin spielt auch bei der Entwicklung der Sehnerven eine Rolle. Normalerweise ist das Gesichtsfeld beim Menschen unter beiden GehirnhĂ€lften gleichmĂ€Ăig aufgeteilt â jede GehirnhĂ€lfte hat ihre Seite und bekommt von beiden Augen den Teil des Bildes geliefert, der zu dieser Seite gehört (Sehbahn). Durch den Vergleich beider Bilder kann jede GehirnhĂ€lfte die Entfernung der GegenstĂ€nde berechnen und rĂ€umlich zuordnen (stereoskopisches Sehen). Bei Menschen mit Albinismus kreuzt ein gröĂerer Anteil der Sehnerven zur gegenĂŒberliegenden GehirnhĂ€lfte, wodurch ein Verlust der physiologischen Nachbarschaft homologer Netzhautareale eintritt und zusammengehörige Bilder nicht immer auf derselben Seite verarbeitet werden.
Zudem liegt in der Regel ein okulÀrer Nystagmus (Augenzittern) von unterschiedlichem Schweregrad vor, hÀufig einhergehend mit manifestem Strabismus (Schielen). Bei einer Untersuchungsreihe von 37 Patienten hatten alle einen Nystagmus verschiedenartiger AusprÀgung, nur vier von ihnen schielten nicht.cite-ref-tabelle1-9-0[9] Die genannten UmstÀnde haben deshalb hÀufig ein fehlendes oder zumindest deutlich eingeschrÀnktes rÀumliches Sehen zur Folge.
Verminderte SehschÀrfe
Die Sehgrube (Fovea centralis), die Netzhautstelle des schÀrfsten Sehens, ist beim Albinismus anatomisch nicht voll ausgebildet, da ihre Entwicklung ebenfalls durch Melanin beeinflusst wird. Sie wird entweder nicht ausgebildet (Aplasie) oder entwickelt sich nur unvollstÀndig (Hypoplasie) als Foveahypoplasie.cite-ref-tabelle1-9-1[9]
Bedingt durch den Nystagmus und die organische Situation betrÀgt der Visus (SehschÀrfe) bei einem voll ausgeprÀgten Albinismus selten mehr als 0,1, eher weniger, und kann bei geringerem Schweregrad der Anomalie bis etwa 0,5 erreichen.cite-ref-tabelle1-9-2[9] Die Sehbehinderung schwankt auch innerhalb des gleichen Typs teils stark. Wegen der bestehenden Pigmentdefekte der Iris sind Kontraste zwischen hellen und dunklen Stellen im Raum hÀufig nur undeutlich zu erkennen.
AuĂerdem sind Menschen mit Albinismus oft nicht in der Lage, das Auge auf unterschiedliche Entfernungen scharf einzustellen (Akkommodation), und viele Betroffene sind kurz- oder weitsichtig.
Das Hören betreffende Symptome
Behandlung
Albinismus hat keinen Einfluss auf die geistige Entwicklung von Menschen. Deshalb können sie meist, trotz des nicht therapierbaren Stoffwechseldefekts, mit Hilfe von (vergröĂernden) Sehhilfen, getönten Brillen oder Kontaktlinsen und entsprechendem Hautschutz ein weitgehend normales Leben fĂŒhren.
Physiologie des Albinismus
Melaninsynthese
Der Farbstoff Melanin wird von farbstoffbildenden Zellen, den Melanozyten, produziert. Die Vorstufen der Melanozyten des Embryos, die Melanoblasten, wandern wĂ€hrend der Schwangerschaft in der frĂŒhen Fötalperiode aus der Neuralleiste in die Epidermis der Haut, in die Haarfollikel und andere Organe aus. In der Haut angelangt, differenzieren sich die Melanoblasten zu Melanozyten und bilden zahlreiche ZellfortsĂ€tze aus, ĂŒber die sie das Melanin an die Keratinozyten weitergeben. Die Menge der Melanozyten ist bei Schwarzen dieselbe wie bei WeiĂen und auch ein an Albinismus Erkrankter hat normal viele Melanozyten. Die Hautfarbe wird durch die Menge und QualitĂ€t des gebildeten Farbstoffs Melanin bestimmt, nicht durch die Anzahl dieser Zellen.
Melanozyten enthalten Melanosomen, kleine membranumschlossene BlĂ€schen, in denen der Farbstoff Melanin produziert wird. Sie sind in ihrer Funktion den Lysosomen (Zellorganellen, die der Verdauung innerhalb der Zelle dienen) sehr Ă€hnlich, denn beide enthalten Stoffe, die fĂŒr die Zelle gefĂ€hrlich sind und deshalb nicht mit dem Rest der Zelle in BerĂŒhrung kommen dĂŒrfen. Die Lysosomen beinhalten eiweiĂauflösende Enzyme (Proteasen) und die Melanosomen enthalten Zwischenprodukte der Melaninsynthese wie Chinone und Phenole, welche die Membranen der Zelle beschĂ€digen können.
Um Melanin zu produzieren, werden diverse Enzyme gebraucht, die nacheinander beim Aufbau des Melanins mitwirken (Genwirkkette). Wenn eines der Enzyme dieses Stoffwechselwegs nicht mehr funktionsfĂ€hig ist, tritt Albinismus auf. Die Eumelaninbildung in den Melanosomen beginnt mit einer Hydroxylierung der AminosĂ€ure (AS) L-Tyrosin durch das membranstĂ€ndige Enzym Tyrosinase. Neben diesem SchlĂŒsselenzym sind zwei weitere ebenfalls membranstĂ€ndige Enzyme DHICA-Oxidase und Dct erforderlich, damit Eumelanin gebildet werden kann.
Molekulargenetische Klassifizierung des Albinismus
Obwohl Unterschiede im Aussehen der Menschen mit Albinismus schon frĂŒh beschrieben wurden, ging man davon aus, dass Albinismus auf die VerĂ€nderungen in einem einzigen Gen zurĂŒckzufĂŒhren ist. Erst die von Trevor-Roper im Jahre 1952 beschriebene Familie, bei der beide Eltern von Albinismus betroffen waren und dennoch normal pigmentierte Kinder hatten, gab einen ersten Hinweis auf die genetische HeterogenitĂ€t dieser Erkrankung. Beide Eltern waren in diesem Fall homozygot (reinerbig) fĂŒr Genmutationen, die zum Albinismus fĂŒhrten. Diese betrafen jedoch unterschiedliche Gene, so dass die Kinder fĂŒr jede der beiden Mutationen heterozygot (mischerbig) waren und somit klinisch nicht von Albinismus betroffen waren.
Zuerst klassifizierte man Albinismus nach dem Ă€uĂeren Erscheinungsbild. SpĂ€ter konnte man nachweisen, ob Tyrosinase â ein zur Melaninproduktion nötiges Enzym â vorhanden war. Mit der Möglichkeit der Identifizierung einiger verantwortlicher Gene fĂŒr den OCA etablierte sich schlieĂlich eine molekulargenetische Klassifikation. Man stellte fest, dass die unterschiedlichen PhĂ€notypen nicht immer auf Mutationen in unterschiedlichen Genen zurĂŒckzufĂŒhren sind, sondern oft unterschiedliche AusprĂ€gungen diverser Mutationen in einem Gen darstellen. Die klinische Differenzierung bleibt schwierig, da nicht vom Aussehen (PhĂ€notyp) auf die verursachende Mutation (Genotyp) geschlossen werden kann.
Es sind vier Typen des Okulokutanen Albinismus bekannt. Oculo-cutan setzt sich zusammen aus (lat.) oculus: Auge und cutaneus: die Haut betreffend. Beim OkulÀren Albinismus sind nur die Augen sichtlich verÀndert.
| Albinismustyp | Gen | Genprodukt | Funktion | Chromosom | Erscheinungsbild | Gesundheit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Okulokutaner Albinismus Typ 1 , abgekĂŒrzt OCA 1 | TYR | Tyrosinase | Enzym bei Synthese von Melanin | Chromosom 11 (11q14-21) | OCA1A: VollstĂ€ndiger Albinismus, rosa Haut, die nicht brĂ€unt, hellblaue Augen mit rosa Schimmer OCA1B: unvollstĂ€ndiger Albinismus | OCA1A: Sehbehinderung mit einem Visus unter 10 % OCA1B: Sehbehinderung variabel, Visus unter 10 % bis nicht erkennbar |
| Okulokutaner Albinismus Typ 2 , abgekĂŒrzt OCA 2 | OCA2 | P-Protein, ein Membranprotein des Endoplasmatischen Reticulums | Transport der Tyrosinase aus dem Endoplasmatischen Reticulum heraus | Chromosom 15 (15q11-13) | Verantwortlich fĂŒr blondes Haar und blaue Augen bei EuropĂ€ern OCA2: variabel: vollstĂ€ndiger Albinismus bis zu kaum sichtbare Aufhellung, teilweise mit dunklen NĂ€vi (Leberflecken, Muttermale) auf der hellen Haut | EuropĂ€er: gesund, keine erkennbare Sehbehinderung OCA2: Sehbehinderung variabel Manchmal mit Prader-Willi-Syndrom (PWS) oder Angelman-Syndrom vergesellschaftet, da die Genorte beider Erbkrankheiten nebeneinander liegen. |
| Okulokutaner Albinismus Typ 3 , abgekĂŒrzt OCA 3 | TYRP1 | ( TYRP1 ) | DHICA-Oxidase, DHICA-Polymerase | Chromosom 9 (9p23) | Bei Schwarzen: braune oder rotbraune Haut, braune Haare, grĂŒnbraune bis braune Augen | keine erkennbare Sehbehinderung |
| Okulokutaner Albinismus Typ 4 , abgekĂŒrzt OCA 4 | SLC45A2 | MATP | Transporter fĂŒr die Proteine der Melanozyten | Chromosom 5 (5p13.3) | helle Haut bei EuropĂ€ern und Asiaten vollstĂ€ndiger Albinismus bis nur leichte Aufhellung, eventuell NĂ€vi | EuropĂ€er, Asiaten: keine Sehbehinderung erkennbar OCA4: Sehbehinderung variabel |
| OkulĂ€rer Albinismus Typ 1 , abgekĂŒrzt OA 1 | GPR143 | G-Protein-gekoppelter Rezeptor 143 | Regulation der Entstehung der Melanosomen und ihres Transportes | X-Chromosom Xp22.3-p22.2 | Haut normal dunkel, Augen aufgehellt | Riesenmelanosomen, Sehbehinderung |
Bei der Maus sind bisher ĂŒber 100 Gene bekannt, die die Fell- und Augenfarbe beeinflussen. Daher ist davon auszugehen, dass es auch im menschlichen Genom noch einige bisher unbekannte Gene gibt, die die Pigmentierung beeinflussen.cite-ref-gamble-10-0[10]
Syndrome, die mit Albinismus verbunden sind
WÀhrend die meisten Menschen mit Albinismus nur eine hellere Haut und bei vollstÀndigem Albinismus eine Sehbehinderung haben, gibt es einige Erbkrankheiten, bei denen der Albinismus von weiteren Krankheitssymptomen begleitet wird.
Zwei Syndrome sind oft mit OCA 2 verbunden: das Prader-Willi-Syndrom (PWS) und das Angelman-Syndrom. Beide beruhen auf Mutation auf dem langen Arm von Chromosom 15, wo auch das P-Gen liegt, das fĂŒr OCA 2 verantwortlich ist, und sind dann mit Albinismus verbunden, wenn eine Mutation sich ĂŒber beide Gene hinweg erstreckt.
Beim Hermansky-Pudlak-Syndrom, dem Griscelli-Syndrom und dem Chediak-Higashi-Syndrom (CHS) sind Gene mutiert, die neben den Melanosomen auch andere Organellen wie Lysosomen oder Zentriolen beeinflussen. Dadurch treten zusÀtzliche Krankheitszeichen auf.
| Syndrom | verantwortliches Gen | Genprodukt | Funktion | Chromosom ( Genlocus ) | Erscheinungsbild | Gesundheit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Prader-Willi-Syndrom kombiniert mit OCA2 | P-Gen und vĂ€terliches Gen HBII-52 fehlend oder funktionsuntĂŒchtig oder mĂŒtterliches doppelt [ 11 ] [ 12 ] | P-Protein und eine kleine im Zellkern codierte RNA (snoRNA) HBII-52 | HBII-52: Diese snoRNA reguliert die prĂ€-mRNA-Prozessierung einer mRNA vom Gen des Serotonin Receptor 2C, das auf einem anderen Chromosom liegt. Durch die Mutationen entstehen abweichende Genprodukte dieses anderen Gens. [ 11 ] | Chromosom 15 (15q11-13) [ 12 ] | Oculocutaner Albinismus Typ 2 [ 13 ] sowie Fettsucht, kleine Statur und kleine HĂ€nde und FĂŒĂe und ein charakteristisch verĂ€ndertes Gesicht [ 12 ] | Sehbehinderung durch Albinismus [ 13 ] sowie verringerte Kindsbewegungen, Muskelhypotonie, TrinkschwĂ€che des Neugeborenen, spĂ€ter Esssucht, verringerte Ausbildung der Geschlechtsorgane und geringe bis mĂ€Ăige geistige Behinderung. [ 12 ] |
| Angelman-Syndrom kombiniert mit OCA2 [ 14 ] | P-Gen und Mutationen von UBE3A [ 15 ] | P-Protein E6-AP Ubiquitin Ligase | Die E6-AP Ubiquitin Ligase ist die E3-Ligase in dem Reaktionweg, in dem Proteine mit Ubiquitin markiert werden, um deren Halbwertszeit, Funktion oder Verteilung innerhalb der Zelle zu regulieren. Daneben ist es ein Transkriptions-Koaktivator. [ 16 ] | Chromosom 15 (15q11-13) | Oculocutaner Albinismus Typ 2, kleiner Kopf (Mikrozephalie), Wachstumsstörungen, hĂ€ufig WirbelsĂ€ulenverkrĂŒmmung (Skoliose) in der PubertĂ€t, kleine HĂ€nde und FĂŒĂe, nach auĂen gedrehte FĂŒĂe, groĂer Mund mit hervorstehendem Oberkiefer, kleine ZĂ€hne | hĂ€ufiges Lachen, psychische und motorische Entwicklungsverzögerungen, kognitive Behinderung, HyperaktivitĂ€t und stark reduzierte Lautsprachentwicklung |
| Hermansky-Pudlak-Syndrom (HPS) | HPS1 , AP3B1 , HPS3 , HPS4 , HPS5 , HPS6 , DTNBP1 , BLOC1S3 [ 17 ] | Verschiedene Untereinheiten der Proteine BLOC1, BLOC2, BLOC3, BLOC4, BLOC5, sowie AP3 | Diese Proteine werden zum Aufbau, zur Reifung und zum Transport von Organellen benötigt, die zum endosomal-lysosomalen System gehören. Dazu zÀhlen Lysosomen , Melanosomen und die Serotoningranula (Ύ-Granula) der Thrombozyten, das sind Organellen, die bei der Aggregation von Thrombozyten eine Rolle spielen. [ 18 ] [ 19 ] [ 20 ] [ 21 ] [ 22 ] [ 23 ] [ 24 ] [ 25 ] | Chromosom 11 (11p15-p13), Chromosom 10 (10q24.32, 10q23.1), Chromosom 6 (6p22.3), Chromosom 3 (3q24), Chromosom 22 (22q11.2-q12.2), Chromosom 19 (19q13), [ 17 ] Chromosom 5 (5q14.1) [ 19 ] | Albinismus | Ablagerung von Ceroid in den Lysosomen, den Melanozyten und den Serotoningranula, Sehbehinderung, erhöhte Blutungsneigung, Lungenfibrose |
| Griscelli-Syndrom Es gibt drei Varianten des Syndroms: Griscelli-Syndrome Typ 1 (GS1) [ 26 ] Griscelli-Syndrome Typ 2 (GS2) [ 26 ] Griscelli-Syndrome Typ 3 (GS3) [ 26 ] | GS1: MYO5A [ 26 ] GS2: RAB27A [ 27 ] GS3: MLPH oder MYO5A [ 28 ] | Myosin 5A ist ein Motorprotein [ 29 ] RAB27A zĂ€hlt zu den Rab-Proteinen, die als molekulare Schalter fungieren, die den interzellulĂ€ren Vesikeltransport regulieren. [ 30 ] MLPH ist nötig, damit Myosin 5A RAB27A erkennt und Melanosomen statt anderer Organellen transportiert. [ 31 ] | Myosin 5A arbeitet mit Rab27a beim Transport verschiedener Organellen innerhalb der Zelle zusammen. Dazu zĂ€hlen die Melanosomen. Myosin 5A ist bei der Zellteilung in der Teilungsspindel zu finden und transportiert dort wahrscheinlich die Centriolen. Bei Ausfall des Gens halbiert sich die Zellteilungsrate. [ 29 ] Zum Transfer der Melanosomes aus dem Zellinneren in der NĂ€he des Zellkernes zu den weiter auĂen gelegenen Aktinfilamenten sind RAB27A, Melanophilin und Myosin 5A nötig. [ 30 ] MLPH ist nötig, damit Myosin 5A RAB27A erkennt und Melanosomen statt anderer Organellen transportiert. [ 31 ] | Myosin 5A und RAB27A: Chromosom 15 (15q21) [ 26 ] [ 27 ] MLPH: Chromosom 2 (2q37) [ 28 ] | silber-graues Haar | Immundefekte. KrankheitsschĂŒbe mit Fieber und Eindringen von Lymphozyten in Organe fĂŒhren zu LebervergröĂerung, Erkrankungen der Lymphknoten, starker Verminderung aller Blutzellen und unterschiedlichen, sich dauernd verstĂ€rkenden Erkrankungen des Nervensystems. Wird die Erkrankung nicht behandelt, verlĂ€uft sie tödlich. [ 32 ] [ 33 ] GS1: hauptsĂ€chliche Manifestation im Nervensystem ohne SchwĂ€che des Immunsystems und ohne Eindringen der Lymphozyten in Organe. [ 26 ] GS2: mit immunologischer Manifestation [ 26 ] GS3: ohne immunologische oder neurologische Manifestation. [ 26 ] |
| Chediak-Higashi-Syndrom | LYST [ 34 ] | Lyst-Protein | Verteilung von Proteinen zu ihren Zielorten beispielsweise in Endosomen [ 34 ] | Chromosom 1 (1q42.1âq42.2) | silbrig-blondes Haar | Hepatosplenomegalie, Ganglion-Hypertrophie und rezidivierende eitrige Infektionen der Haut und der Atemwege. |
Ferner gibt es das seltene Tietz-Syndrom.
Gesellschaft
Begriffsgeschichte
Nachschlagewerke des 19. Jahrhunderts nennen unter anderem die Bezeichnungen Kakerlakismus, Leukosis, Leucaethiopia und Leucopathia congenita fĂŒr den Albinismus. Betroffene Menschen wurden unter anderem als âKakerlak(en)â âAlbinosâ (aus dem Spanischen), als âBlafardsâ (aus dem Französischen) und als âweiĂe Negerâ bezeichnet.cite-ref-35[35] Die offenbar von HollĂ€ndern auf Java geprĂ€gte Bezeichnung âKakerlakâ soll auf die Lichtscheuheit der Betroffenen zurĂŒckgehen (in Analogie zur Lichtscheuheit der KĂŒchenschabe) und ist pejorativ.cite-ref-36[36]cite-ref-37[37] Der Begriff des Albinismus setzte sich durch.
Umgang mit der Sehbehinderung
Die Sehbehinderung schwankt auch innerhalb des gleichen Typs stark. Bei voll ausgeprĂ€gtem Albinismus ist eine SehschĂ€rfe lediglich bis etwa 0,1 (ungefĂ€hr 10 Prozent im Vergleich zum Normalsichtigen) erreichbar, bei sehr geringer AusprĂ€gung bis etwa 0,5. Damit kann man, solange die Verkehrssituation ĂŒbersichtlich ist, Fahrrad fahren, ĂŒbersieht aber oft selbst so groĂe Dinge wie die Stangen am Eingang eines FuĂgĂ€ngerweges, die Autos den Zugang verwehren sollen. Autofahren ist deshalb nur in wenigen LĂ€ndern mit vielen EinschrĂ€nkungen erlaubt. Gesichter zu erkennen ist aus einer Entfernung von mehreren Metern unmöglich, dafĂŒr werden oft die Gangart oder prĂ€gnante KleidungsstĂŒcke erkannt. Zum Lesen muss der Text meist deutlich vergröĂert werden.
Diskriminierung und Ermordung
â
Hauptartikel
:
Verfolgung von Menschen mit Albinismus
Wie alle Menschen, die andersartig sind, haben Menschen mit Albinismus ein erhöhtes Risiko, ausgegrenzt und diskriminiert zu werden.cite-ref-38[38] Bei hellhĂ€utigen Völkern ist diese Gefahr geringer, da die Ă€uĂerlichen Unterschiede weniger auffallend und teilweise kaum zu erkennen sind. Bei dunkelhĂ€utigen Völkern sind die Unterschiede auffĂ€lliger, und Ausgrenzung ist deshalb hĂ€ufiger.
Oft stehen Menschen mit Albinismus in Verruf, UnglĂŒck zu bringen (wie etwa im Sudan oder in Mali); siehe zu diesem Thema auch die Biografie des Musikers Salif KeĂŻta. In Tansania, dem Land mit der wohl höchsten Albino-Rate der Welt,cite-ref-39[39] ist hingegen in jĂŒngerer Zeit der Aberglaube aufgekommen, dass Albinos glĂŒcksbringende KrĂ€fte besĂ€Ăen. 2007 sollen daher 20 Menschen mit Albinismus von witch doctors getötet worden sein, um aus ihren Körperteilen Zaubermittel herzustellen, die zu Reichtum verhelfen sollen.cite-ref-40[40] Von MĂ€rz bis November 2008 waren es sogar 36 Menschen mit Albinismus in Tansania und im benachbarten Burundi, die aus diesem Grund getötet wurden.cite-ref-41[41] Die tansanische Regierung hat Hexern ein BetĂ€tigungsverbot erteilt und eine AufklĂ€rungskampagne gestartet, die Polizei hat fĂŒr das Auffinden einer im November 2014 verschwundenen 4-JĂ€hrigen eine Belohnung ausgesetzt. Seit 2000 wurden in Tansania mindestens 74 Menschen mit Albinismus, darunter zahlreiche Kinder, ermordet.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]
2008 wurde ĂŒber Morde aus Kenia, der Demokratischen Republik Kongo und Eswatini berichtet.cite-ref-nyt-44-0[44]cite-ref-45[45] In Malawi wurden nach Angaben von Amnesty International von 2014 bis 2016 mindestens 18 Menschen mit Albinismus getötet.cite-ref-46[46] Die Albinism Foundation of Zambia AFZ berichtete u. a. ĂŒber einen Mord im MĂ€rz 2020.cite-ref-47[47]
Tag der AufklĂ€rung ĂŒber Albinismus
Nach einer UN-Menschenrechtsrat-Resolution vom 13. Juni 2013 berichteten die Vereinten Nationen (UN) ĂŒber Angriffe und Diskriminierung gegenĂŒber Menschen mit Albinismus. Daraufhin erklĂ€rte die Generalversammlung am 18. Dezember 2014 den 13. Juni, den Tag der Resolution des Menschenrechtsrats, zum Internationalen Tag der AufklĂ€rung ĂŒber Albinismus.cite-ref-50[50]
Nutzung des auffÀlligen Erscheinungsbildes in Kunst, Musik und Schaustellerei
Filme, BĂŒcher und Computerspiele tragen teilweise zur Diskriminierung bei. In ihnen wird albinotischen Menschen oft die Rolle des Bösen bzw. des Bösewichts zugeschrieben, wie beispielsweise der stehlende, brandschatzende, mordende Wissenschaftler Griffin in H. G. Wells Roman Der Unsichtbare (1887) oder der mordende Mönch Silas in The Da Vinci Code â Sakrileg. Im Film Powder besitzt der Protagonist zwar besondere FĂ€higkeiten, die er als âgottgegebenâ annimmt, muss aber trotzdem um soziale Akzeptanz kĂ€mpfen. Als weiteres Beispiel dient die Figur Elric von MelnibonĂ©, des Hauptdarstellers des gleichnamigen Romans von Michael Moorcock.
Menschen mit Albinismus traten oft im Zirkus auf oder wurden gegen Bezahlung ausgestellt. Einerseits stellte das fĂŒr die Betroffenen eine Möglichkeit dar, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, andererseits wurden dadurch auch falsche Vorstellungen verbreitet. So arbeiteten Rudolph Lucasie und seine Familie drei Jahre lang als lebende KuriositĂ€ten im âAmerican Museum on Broadwayâ. Sie wurden in dieser Ausstellung fĂ€lschlicherweise als Menschen dargestellt, die mit offenen Augen schlafen.cite-ref-51[51]
Das auffĂ€llige Erscheinungsbild des Albinismus kann in kĂŒnstlerischen Berufen durchaus fĂŒr den beruflichen Erfolg genutzt werden, ohne direkt thematisiert zu werden. Beispiele fĂŒr SĂ€nger mit Albinismus sind Edgar und Johnny Winter, Yellowman und Salif KeĂŻta.
Albinismus bei anderen SĂ€ugetieren
Bei SĂ€ugetieren sind die genetischen Ursachen und gesundheitlichen Folgen von Albinismus ebenso gelagert wie beim Menschen, der ja zu ihnen zĂ€hlt. Albinismus-Mutationen sind ĂŒblicherweise in jeder Art einzeln entstanden, betreffen aber Gene, die den menschlichen Albinismusgenen sehr Ă€hnlich sind.cite-ref-siebel-52-0[52]cite-ref-keller-53-0[53]
Unterschiede gibt es aber in den Bezeichnungen in Humanmedizin und Zoologie: Bei SĂ€ugetieren wird die Bezeichnung Albino oft ausschlieĂlich fĂŒr Tiere mit OCA1 verwendet, bei denen keine Restfunktion der Tyrosinase erhalten ist und die deshalb weiĂes Fell, rosa Haut und rote Augen haben. Das ist verwirrend, da beim Menschen zusĂ€tzlich zu allen Mutationen des Tyrosinasegens auch alle anderen Störungen der Melaninsynthese als Albinismus bezeichnet werden, Syndrome, die bei Tieren sehr unterschiedliche Namen haben.cite-ref-siebel-52-1[52]
âą Okulokutaner Albinismus Typ 1 entspricht bei den meisten SĂ€ugetieren dem Albino-Locus.cite-ref-siebel-52-2[52]
âą Okulokutaner Albinismus Typ 2 entspricht bei SĂ€ugetieren der Rosa-Augen-Serie (pink eye dilution P).cite-ref-siebel-52-3[52]
âą Okulokutaner Albinismus Typ 3 heiĂt bei SĂ€ugetieren meist Braun-Locus (B).cite-ref-siebel-52-4[52]
âą Okulokutaner Albinismus Typ 4 hat keinen einheitlichen Namen. Das Gen heiĂt etwa beim Pferd Cream-Gen.cite-ref-mariat-54-0[54]
Die einzelnen bekannten Mutationen sind auch dort besprochen.
Als Dilute-Gen wird eine Reihe von Genen bezeichnet, die zu einer Farbaufhellung fĂŒhren und meist durch Gene des Albinismusspektrum verursacht werden:cite-ref-siebel-52-5[52]
âą Das Myosin-5a-Gen fĂŒhrt zu aufgehellter Fellfarbe und mit dem Griscelly-Syndrom verwandten Krankheitszeichen.
âą MLPH ist ein Gen, das ebenso wie Myosin 5a beim Transport der Melanosomen eine Rolle spielt. Es fĂŒhrt aus sehr Ă€hnlichen GrĂŒnden wie dieses zu einer Aufhellung der Fellfarbe; einige Mutationen des Gens bewirken zusĂ€tzlich Haarausfall.
âą Das Gen fĂŒr die Fellfarbe Champagne des Pferdes ist eine Mutation des SLC36A1-Gens (Solute Carrier 36 family A1), das auch PAT1 (proton/amino acid transporter 1) oder LYAAT1 (lysosomal amino acid transporter 1) genannt wird. Es gehört zur selben Genfamilie wie das Gen, das Okulokutanen Albinismus Typ 4 hervorruft.cite-ref-cook-55-0[55]
âą Eine Mutation des Gens SLC45A5 ist verantwortlich fĂŒr die Golden (gol) dilution genannte Mutation der Maus.cite-ref-cook-55-1[55]
Der Silver-Locus beeinflusst ebenfalls die Farbsynthese, mit dem Ergebnis, dass die Melanozyten vorzeitig absterben, und fĂŒhrt zudem bei mehreren betroffenen Arten zu Taubheit und Missbildungen der Augen. Insgesamt Ă€hneln die Symptome also eher dem Leuzismus, obwohl es sich um eine Variante des Albinismus handelt.
Auch bei Tieren gibt es weitere noch nicht identifizierte Gene, die zu teilweisem oder vollstĂ€ndigem Albinismus fĂŒhren.cite-ref-siebel-52-6[52]
Dem Chédiak-Higashi-Syndrom (CHS) und dem Hermansky-Pudlak-Syndrom (HPS) vergleichbare Krankheiten gibt es bei der Maus, beim Aleutennerz, der Perserkatze, beim Rind, beim Schwein, bei der Ratte, beim Fuchs und selbst beim Schwertwal.cite-ref-siebel-52-7[52]
Auch die zyklische HĂ€matopoese des Hundes Ă€hnelt diesen Syndromen. Betroffene Tiere sind silbergrau, die Zahl der neutrophilen Granulozyten ist periodisch verringert, ebenso die der roten Blutkörperchen (Erythrozytopenie) und der BlutplĂ€ttchen (Thrombozytopenie). Das fĂŒhrt zu einer Blutgerinnungsstörung und erhöhter InfektanfĂ€lligkeit. Meist sterben die Tiere kurz nach der Geburt.cite-ref-siebel-52-8[52]
Albinismus bei Vögeln
Neben Melaninen spielen bei Vögeln noch Carotinoide und Federstrukturen bei der Entstehung der Farben eine Rolle.cite-ref-grouw-56-0[56]
Wie bei SĂ€ugetieren entstehen bei Vögeln schwarze und braune Farben durch Eumelanin und PhĂ€omelanin. Dieselben Gene wie bei SĂ€ugetieren können deshalb auch bei Vögeln zu weiĂer oder aufgehellter Farbe fĂŒhren.cite-ref-grouw-56-1[56]
Carotinoide werden mit der Nahrung aufgenommen und fĂŒhren zu roten, orangen und gelben Farbtönen. Vögel, bei denen Carotinoide an der Entstehung der Farben beteiligt sind, sind beispielsweise die Schafstelze (Motacilla flava), der Fitis (Phylloscopus trochilus), die Blaumeise (Cyanistes caeruleus), die Kohlmeise (Parus major) und der Pirol (Oriolus oriolus). Dagegen ist die rote Brust des Rotkehlchens (Erithacus rubecula) durch PhĂ€omelanin verursacht. Wenn die Nahrung zu wenig Carotine enthĂ€lt, sind die entsprechenden Federbereiche nach der nĂ€chsten Mauser weiĂ. Mutationen, die zu Störungen der Carotinoidanreicherung in den Feder fĂŒhren, sind selten.cite-ref-grouw-56-2[56]
Sowohl schillernde als auch nicht schillernde blaue und grĂŒne Farben entstehen bei Vögeln meist durch die Struktur der Melanosomen. Das Melanin ist regelmĂ€Ăig in StĂ€bchen, BlĂ€ttchen, Röhren oder anderen Strukturen angeordnet. Die Dicke und Anordnung der Schichten verstĂ€rkt selektiv die sichtbare Lichtfarbe nach dem Prinzip der Interferenz an dĂŒnnen PlĂ€ttchen. Fehlt durch Albinismus das Melanin, wird durch die Struktur der Anordnung immer noch dieselbe Farbe selektiv verstĂ€rkt, die anderen WellenlĂ€ngen werden jedoch nicht durch Melanin ausgefiltert, sodass der Vogel insgesamt dennoch weiĂ wirkt, manchmal ist ein grĂŒner oder blauer Schimmer wahrnehmbar, wo er sonst blau oder grĂŒn wĂ€re.cite-ref-durrer-57-0[57]cite-ref-durrer2-58-0[58]cite-ref-shawkey-59-0[59]
Störungen der Farbstoffsynthese bei Fischen, Amphibien und Reptilien
Bei Fischen, Amphibien und Reptilien entsteht die Farbe von Haut und Schuppen dadurch, dass Licht mit drei verschiedenartigen Typen von Chromatophoren (Pigmentzellen, Farbstoffbildende Zellen) interagiert: den Melanophoren, Xanthophoren und Iridophoren.cite-ref-gamble-10-1[10]cite-ref-xantophore-60-0[60]cite-ref-frost-mason-61-0[61]
Diese drei Zelltypen, die die Farbe von Haut und Schuppen beeinflussen, sind miteinander verwandt. Deshalb gibt es einige Mutationen, die die Produktion aller drei Farbstoffe verhindern. DarĂŒber hinaus kommen Mutationen, die die Farbstoffproduktion in Melanophoren und Xanthophoren verhindern, aber Iridophoren nicht beeinflussen. Umgekehrt gibt es auch Mutationen, die die Farbstoffproduktion in Iridophoren und Xanthophoren verhindern, aber Melanophoren nicht beeinflussen. AuĂerdem gibt es auch Mutationen, die nur einen der drei Farbstofftypen beeinflussen.cite-ref-xantophore-60-1[60]
Amelanismus
Die Melanophoren entsprechen in ihrer Funktion den Melanozyten der SĂ€ugetiere. Sie enthalten Melanosomen mit Melanin als Farbstoff. In den meisten FĂ€llen wird nur ein Melanintyp synthetisiert, nĂ€mlich Eumelanin. Als Amelanismus bezeichnet man Melaninbildungsstörungen. Manchmal wird Amelanismus fĂ€lschlicherweise mit Albinismus gleichgestellt, Albinismus ist jedoch nicht auf Amelanismus beschrĂ€nkt, sondern meint auch das Fehlen anderer Pigmente als Melanin.cite-ref-62[62] Da Melanin bei allen Tieren im Wesentlichen denselben Syntheseweg hat, fĂŒhren Mutationen der den Albinismusloci der SĂ€ugetiere entsprechenden Gene auch bei Fischen, Amphibien und Reptilien zu Amelanismus.cite-ref-gamble-10-2[10]cite-ref-xantophore-60-2[60] cite-ref-tol1tyrosinase-63-0[63] cite-ref-3maltyrosinase-64-0[64] cite-ref-trosinasei1i6-65-0[65] cite-ref-tyrosinaseib-66-0[66] cite-ref-protas2-67-0[67]
Mangel an Iridophorenfarbstoffen
Die Iridophoren enthalten âreflecting plateletsâ, die Purine produzieren. Die kristallisierten Purine rufen durch Reflexion unterschiedliche FarbeindrĂŒcke hervor, hĂ€ufig grĂŒn, blau oder ein irisierendes Glitzern. Sie sind fĂŒr den silbrigen Schimmer oder metallischen Glanz bei Fischen verantwortlich.cite-ref-xantophore-60-3[60]
Axanthismus
Die Xanthophoren enthalten Pterinosomen, die Pteridine und Flavine sowie aus der Nahrung aufgenommene Carotine enthalten. All diese Farbstoffe sind fĂŒr gelbliche oder rote Farben verantwortlich. Fallen diese Farbstoffe aus, bleibt nur derjenige Teil der Farbe erhalten, der durch Melanine und Purine erzeugt wird. Dieser Zustand wird Axanthismus genannt.cite-ref-gamble-10-3[10]cite-ref-xantophore-60-4[60]cite-ref-frost-mason-61-1[61]cite-ref-frost-68-0[68]
Beispiele
Beim ZebrabĂ€rbling sind Larven mit der Mutation âsandyâ, die keinerlei Melanin produzieren können, aus unbekannten GrĂŒnden völlig blind, obwohl Linse und Retina abgesehen vom Mangel an Melanin normal entwickelt zu sein scheinen. Die erwachsenen Fische sind, wie bei vollstĂ€ndigem Albinismus zu erwarten, stark sehbehindert und zeigen eine ausgeprĂ€gte Lichtscheu. Weitere Mutationen mit den Namen Golden, Albino, Brass und Mustard fĂŒhren ebenfalls zu unterschiedlich stark ausgeprĂ€gtem Albinismus, ihre Larven sind jedoch nicht blind.cite-ref-vision-69-0[69]
Da bei Fischen alle Fasern der Sehnerven zur anderen Seite herĂŒberkreuzen und nicht wie bei SĂ€ugetieren nur ein Teil, kann die Sehnervenkreuzung nicht durch Melanin beeinflusst werden.cite-ref-xantophore-60-5[60]
Der Leopardgecko (Eublepharis macularius) hat drei unabhĂ€ngig voneinander entstandene Mutationen, die dazu fĂŒhren, dass kein oder weniger Melanin produziert wird (Amelanismus). Auf Englisch heiĂen sie âTremper albinoâ, âRainwater albinoâ und âBell albinoâ. Kreuzt man Tiere mit einer dieser Mutationen mit Tieren, die eine andere dieser Mutationen haben, entstehen normalfarbige Nachkommen.cite-ref-gamble-10-4[10]
Syndrome bei Fischen, Amphibien und Reptilien, die mit Albinismus verbunden sind
Die Mutante âbleached blondâ des ZebrabĂ€rblings hat eine Mutation in einem Gen, das den Teil Ac45 der ATP-Synthase herstellt. Als Embryos erscheinen sie, abgesehen von ihrer aufgehellten Farbe, völlig normal. Die meisten Larven mit dieser Mutation entwickeln aber wĂ€hrend des weiteren Wachstums keine Schwimmblase und gedeihen nicht so recht, auch wenn sie einige Tage ĂŒberleben können.cite-ref-bleached-blond-70-0[70]
Störungen der Farbstoffsynthese bei GliederfĂŒĂern
Melanin bei GliederfĂŒĂern
Auch bei vielen GliederfĂŒĂern (Arthropoda) trĂ€gt Melanin zur Farbgebung bei. Daneben spielt Melanin auch eine Rolle bei der AushĂ€rtung der Cuticula (der harten AuĂenhaut) vieler GliederfĂŒĂer und bei ihrer unspezifischen Immunabwehr gegen Mikroorganismen. Eine Ăberproduktion von Melaninen ist jedoch fĂŒr die Tiere selbst tödlich, so dass die Melaninproduktion sehr genau gesteuert werden muss.cite-ref-zhao-71-0[71]cite-ref-s-derh-ll-72-0[72]
Augenfarbe der Insekten: Ommatochrome und Pteridine
Die Ommatochrome sind Farbstoffe, die in den Augen von Insekten auftreten, zu denen Xanthommatin, Ommine und Ommidine zĂ€hlen. Bei einigen Gruppen haben sich zusĂ€tzliche Funktionen dieser Farbstoffe evoluiert, wie beispielsweise die Colorierung der AuĂenhĂŒlle und die Ausscheidung von Tryptophan. Die Funktion der Ommatochrome bei der FĂ€rbung von SchmetterlingsflĂŒgeln geht offensichtlich auf eine einzige Mutation in der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) zurĂŒck.cite-ref-reed-73-0[73]cite-ref-handler-74-0[74]
Im Insektenauge kommen wie in den Xanthophoren der Amphibien, Reptilien und Fische auch verschiedene Pteridine vor. Bei der SchwarzbĂ€uchigen Taufliege (Drosophila melanogaster) sind das beispielsweise Isoxanthopterin, Pterin, Biopterin, Sepiapterin und Drosopterine. Ihre Biosynthese beginnt mit der Umwandlung von Guanosintriphosphat in Dihydroneopterin und spaltet sich danach in unterschiedliche Synthesewege fĂŒr die einzelnen Pteridine auf.cite-ref-handler-74-1[74]
Viele verschiedenartige Mutationen beeinflussen die Augenfarbe von Insekten, indem sie ihre Synthese verhindern oder den Transport der einzelnen Vorstufen fĂŒr Pteridine oder Ommatochrome verhindern.cite-ref-handler-74-2[74]
Augenfarben der schwarzbÀuchigen Taufliege ( Drosophila melanogaster )
Die Gene White, Brown und Scarlet von der SchwarzbÀuchigen Taufliege (Drosophila melanogaster), die auch als Fruchtfliege bekannt ist, codieren Proteine, die zu den ABC-Transportern zÀhlen. Die Genprodukte des White-, Brown-Gens arbeiten bei der Produktion eines Membranproteins zusammen, das Guanin durch die Zellmembran transportiert. White und Scarlet arbeiten bei der Herstellung eines Tryptophan-Transporters zusammen.cite-ref-mackenzie-75-0[75]
Es gibt fĂŒnf Allele des White-Gens, die zu aufgehellter Augenfarbe fĂŒhren. Bei zweien (w(crr) (H298N) und w(101) (G243S)) ist die Menge der roten (Pteridin) und braunen (Xanthommatin) Farbstoffe gleichermaĂen sehr stark verringert, da beide Transporter gleichermaĂen betroffen sind. Bei einer weiteren Mutation (w(Et87)) ist die Aufhellung beider Farben nur gering. Bei zwei weiteren Mutationen (w(cf) (G589E) und w(sat) (F590G)) ist besonders die Produktion der roten Farbstoffe betroffen, da hauptsĂ€chlich die Wirksamkeit des Guanin-Transporters durch die Mutation beeinflusst wird.cite-ref-mackenzie-75-1[75]
Das Scarlet-Gen beeinflusst vor allem die Menge des produzierten Xanthommatins. Einige der Mutationen fĂŒhren zu einer temperaturabhĂ€ngigen Farbstoffproduktion, wie man es bei SĂ€ugetieren fĂŒr die Colorpoint-Mutationen kennt.cite-ref-howells-76-0[76]
Soziale Folgen von Albinismus fĂŒr Tiere
Auch viele soziale Tiere grenzen abweichend aussehende oder sich ungewöhnlich verhaltende Artgenossen so aus, wie wir es von Menschen kennen.cite-ref-77[77]
Die mit Albinismus oder Leuzismus verbundene gröĂere Zahmheit der Tiere bietet in Menschenobhut einen erheblichen Ăberlebensvorteil: Sie macht es Menschen leichter, eine Beziehung zu den Tieren aufzubauen. Albino-MĂ€use bringen ihre Jungtiere hĂ€ufiger und zuverlĂ€ssiger in das Nest zurĂŒck.
Tiere mit Albinismus sind oft Publikumslieblinge in Zoos.
Selektion
Fehlende Tarnung, eingeschrÀnktes Sehvermögen und höhere Lichtempfindlichkeit können durch Albinismus hervorgerufene Selektionsnachteile sein. Bei MÀusen wurden eine deutlich verminderte Laufleistung und weniger AktivitÀt in offenem GelÀnde festgestellt.
Ganz anders ist die Situation in Menschenobhut: Da die Tiere von ihren Besitzern beschĂŒtzt und mit Futter versorgt werden, ist die weiĂe Farbe fĂŒr das Ăberleben unerheblich.
Bei Tieren, die ihr gesamtes Leben in Höhlen verbringen wie der Blinde Höhlensalmler (Astyanax mexicanus), hat die Tarnfarbe keine Funktion mehr, da dort kein Licht ist, in dem man die Farbe wahrnehmen könnte. Inzwischen sind von ĂŒber 80 Fischarten weiĂe Höhlenformen bekannt.cite-ref-protas-78-0[78]cite-ref-borowsky-79-0[79]
Daneben hat weiĂe Fellfarbe aber auch einen Selektionsvorteil. Dunkles Fell sendet stĂ€rker polarisiertes Licht aus als weiĂes, und da Insekten fĂ€hig sind, polarisiertes und unpolarisiertes Licht voneinander zu unterscheiden und durch polarisiertes Licht angezogen werden, werden weiĂe Tiere weniger von Bremsen belĂ€stigt als dunkle. Sie können deshalb ungestörter fressen und haben ein geringeres Risiko, von durch Insekten ĂŒbertragenen Krankheiten befallen zu werden.cite-ref-80[80]
Xanthismus und Albinismus sind unklar definiert
Unklar definiert sind folgende Begriffe:
âą Xanthismus: gelbe oder orange Tiere. Je nach natĂŒrlicher Farbe der Art mĂŒssen dabei entweder Melanine und Puridine in der Haut fehlen oder nur eines von beiden. Hinzu kommt, dass beim Menschen der Okulokutane Albinismus Typ 3 (OCA 3) frĂŒher ebenfalls als Xanthismus bezeichnet wurde.
âą Albinismus hat drei unterschiedliche Bedeutungen:
nur Melanin fĂ€llt ganz oder teilweise aus,cite-ref-gamble-10-5[10]cite-ref-frost-68-1[68] ein weiĂes Tier durch vollstĂ€ndigen Ausfall sĂ€mtlicher Farbstoffe,cite-ref-grouw-56-4[56] ein aufgehelltes bis weiĂes Tier durch vollstĂ€ndigen oder teilweisen Ausfall von einem oder mehreren der folgenden Farbstoffe: Melanine, Pteridine, Carotine, Purine oder Ommatochrome (teilweiser oder vollstĂ€ndiger Albinismus).cite-ref-gamble-10-6[10]cite-ref-frost-68-2[68] Bei SĂ€ugetieren tritt diese Unklarheit nicht auf, da bei ihnen nur einer der infrage kommenden Farbstoffe zu Haut-, Haar- und Augenfarbe beitrĂ€gt, nĂ€mlich Melanin.
âą Partieller Albinismus, Teilalbino: Immer noch falsch verwendet wird das Wort Albinismus in der Form âpartieller Albinismusâ oder fĂŒr das betroffene Tier âTeilalbinoâ oft bei gescheckten Tieren. Bei dieser Erscheinung handelt es sich genetisch betrachtet um partiellen oder teilweisen Leuzismus.cite-ref-grouw-56-5[56]cite-ref-tsudzuki-81-0[81]cite-ref-miwa-82-0[82]
Literatur
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âą P. M. Lund: Oculocutaneous albinism in southern Africa: Population structure, health and genetic care. In: Annals of Human Biology. Volume 32, Number 2, MĂ€rz/April 2005, S. 168â173.
âą Barbara KĂ€smann-Kellner, Thorsten SchĂ€fer, Christof M. Krick, Klaus W. Ruprecht, Wolfgang Reith, Bernd Ludwig Schmitz: Anatomische Unterschiede der Nervi optici, des Chiasmas und der Tractus optici bei normal- und hypopigmentierten Personen: eine standardisierte MRI- und fMRI-Untersuchung. In: Klinisches Monatsblatt Augenheilkunde. 220, 2003, S. 334â344.
âą Charlotte Jaeger, Barrie Jay: X-linked ocular albinism. In: Human Genetics. Volume 56, Number 3, S. 299â304, Februar 1981.
âą Birgit Lorenz, Markus Preising, Ulf Kretschmann: Molekulare und klinische Ophthalmogenetik. In: Deutsches Ărzteblatt. 98, Ausgabe 51-52 vom 24. Dezember 2001, S. A-3445, B-2902, C-2698
âą TYRP1 tyrosinase-related protein 1 [ Homo sapiens ]. NCBI, GeneID: 7306, updated 07-Aug-2007, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?Db=gene&Cmd=ShowDetailView&TermToSearch=7306&ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Gene.Gene_ResultsPanel.Gene_RVDocSum
âą Markus Kaufmann: Albinismus: Das Tyrosinase-Gen in 78 Variationen. Inauguraldissertation. UniversitĂ€t zu LĂŒbeck, 2004.
âą Regine Witkowski, Otto Prokop, Eva Ullrich, G Thiel: Lexikon der Syndrome und Fehlbildungen: Ursachen, Genetik, Risiken. Springer, 2003, ISBN 3-540-44305-3, S. 86â88.
Weblinks
Commons
: Albinismus
â Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Albinismus
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą NOAH Albinismus Selbsthilfegruppe e. V.
âą Reportage: Jagd auf Albinos. Zeit Campus, April 2009.
⹠Esdras Ndikumana: Mörderbanden machen Jagd auf Albinos. Spiegel Online, 25. Oktober 2008.
Siehe auch
Einzelnachweise
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cite-note-22. â D. B. van Dorp: Albinism, or the NOACH syndrome (the book of Enoch c.v. 1-20). In: Clinical genetics. Band 31, Nr. 4, April 1987, S. 228â242, PMID 3109790.
cite-note-31. Spanisch Piel de Luna bedeutet âMondhautâ. Mexikanische Vereinigung fĂŒr Albinos, siehe folgende Website, (spanisch; abgerufen am 8. Juli 2019)
cite-note-44. â K. GrĂžnskov, J. Ek, K. Brondum-Nielsen: Oculocutaneous albinism. Orphanet J Rare Dis. 2007 Nov 2;2:43. PMID 17980020, PMC 2211462 (freier Volltext)
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